Räume schaffen
hier und dort.

Orte zum Lernen durch Entdecken und Erleben. Orte für Achtsamkeit und eine unmittelbar erfahrbare Ökologie.

Als ich Sri Lanka zum ersten Mal besuchte, war ich tief beeindruckt von der atemberaubenden Berglandschaft und den endlosen Teeplantagen an den Hängen. Diese einzigartige Umgebung – fast schon surreal in ihrer Schönheit – hinterließ einen bleibenden Eindruck. In Colombo lernte ich den Architekten Sumith kennen.
Wir verstanden uns auf Anhieb. Er ist Teil des von Philip Weeraratne gegründeten Architekturbüros PWA, das sich auf die Planung und Gestaltung von Boutique-Hotels spezialisiert hat – eine ideale Grundlage für gemeinsame Ideen und Projekte.
Bereits bei der Gründung von heé stand für mich fest, dass unser Unternehmen mehr sein sollte als eine Marke für hochwertige Produkte. Es sollte einen nachhaltigen, gesellschaftlichen Beitrag leisten. Denn Kinder sind unsere Zukunft.

Bei der Recherche stieß ich auf Bilder einer Schule im Distrikt Nuwara Eliya, mitten in einer Teeplantage. Das Gebäude war eng, mit einem Blechdach, alten Möbeln und kaum Tageslicht – weit entfernt von einem Ort, an dem Lernen Freude bereitet.
Aus diesem Moment entstand die Vision, eine neue Schule zu bauen: ein Ort, der Geborgenheit vermittelt, inspiriert und Raum für Entwicklung schafft. Als ich diese Idee mit Sumith teilte, war er sofort begeistert. Das Büro PWA bot an, die Architekturpläne pro bono zu übernehmen – ein perfektes Zusammenspiel von Expertise und Engagement.
Mit diesem Projekt möchten wir etwas Bleibendes schaffen – eine inspirierende Lernumgebung für Kinder, die ihnen Perspektiven eröffnet und sie motiviert, ihre Zukunft selbstbewusst zu gestalten.

Ein offenes Interview mit Sumith Perera

Als Stephan und Ana erstmals Kontakt mit uns aufnahmen und uns das Projekt erklärten, das sie entwickeln wollten, war das eine echte Überraschung! Meistens werden wir mit der Gestaltung von Villen oder Hotels beauftragt. Umso mehr hat es uns gefreut, dass sie darüber nachdachten, mit den Erlösen aus dem Verkauf von sorgfältig kuratiertem Tee eine Schule zu bauen.

Der Gedanke hinter dem Tee und der Schule entspringt derselben Wurzel: dem Wunsch, eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen, in der körperliches und geistiges Räume für fördernde Gedanken. Wohlbefinden an erster Stelle stehen. Die Räume, die Stephan und Ana sich vorstellten, sollten solche sein, in denen Kinder durch Entdecken und Erleben lernen können, in denen Achtsamkeit als Praxis entwickelt wird und man Ökologie auf ganz praktische Weise kennenlernt.

Räume für
fördernde
Gedanken.

Als wir über Ideen für die Schule sprachen, war es uns auch wichtig, den richtigen Standort auszuwählen. Wir wandten uns an die Sarvodaya Organization (die über das größte dörfliche Basisnetzwerk in Sri Lanka verfügt), um uns zu beraten, welche Regionen des Landes die größte Unterstützung benötigen.

Mit ihrer Hilfe konnten wir eine kleine Grundschule innerhalb einer Teeplantage in Nuwara Eliya ausfindig machen. Diese liegt im zentralen Hochland Sri Lankas, das für sein kühles Klima und seine Teeplantagen bekannt ist. Wir beschlossen, die Schule zu besuchen, um den Ort und die Anforderungen besser zu verstehen. Die Lage war wunderschön – ein abschüssiges Gelände, umgeben von Bergen und Teeplantagen.

Die Gebäude, in denen die Schule untergebracht war (sowohl die neuen als auch die alten), boten jedoch kein ideales Lernumfeld. Die Räume waren eher klein, hatten nur wenige Öffnungen, ein Blechdach und wirkten ziemlich beengend.

Wir diskutierten verschiedene Ideen sowie mögliche Baumaterialien für die Schule. Das kühle Klima sowie Wind und Regenverhältnisse waren wichtige Faktoren bei der Entwicklung des Entwurfs. Das abschüssige Grundstück bedeutete, dass alles, was wir bauen würden, auf unterschiedlichen Ebenen liegen musste, weshalb wir begannen, mit einer Art „terrassiertem“ Design zu experimentieren.
Flexibilität war uns besonders wichtig, da das Schulgebäude der Gemeinschaft auch als multifunktionaler Versammlungsort und Ressourcenzentrum dienen sollte. Wir beschäftigten uns damit, wie eine Lernumgebung geschaffen werden kann, die Offenheit und Kommunikation fördert.
Unsere Gedanken und Entwürfe entwickeln sich stetig weiter, und wir befinden uns auf einer fortlaufenden Suche nach der bestmöglichen Lösung für unsere Schule. Während „heé“ der Welt vorgestellt wird, warten wir voller Vorfreude auf den Moment, in dem unsere Zeichnungen zum Leben erweckt werden!

Damit Zukunft entstehen kann.